Artikel Nr. 1 „Was kann ich selbst gegen ein Lymphödem tun?“ 
Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel
 
Mit einem Lymphödem zu leben ist nicht einfach. Die Krankheit des Lymphsystems wird zu einem
ständigen Begleiter Ihres Lebens. Es gibt aber eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen Sie Ihr
Leben erleichtern und Ihr Wohlbefinden positiv steigern können. Das gelingt nicht nur mit einer
Therapie. Es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie bei einem Lymphödem zusätzlich selbst tun
können.
Lymphödem: Störung des Lymphsystem

Bei einem Lymphödem ist die Funktionsweise des Lymphsystems gestört. Ähnlich wie unser
Blutkreislauf verläuft das Lymphsystem durch unseren ganzen Körper.
Dieses System sorgt für das Flüssigkeitsgleichgewicht in unserem Körper und transportiert
schädliche Stoffe wie Fette, Eiweiße, aber auch Viren und Bakterien ab.
Ist dieses System gestört, kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Diese entstehen, wenn
weniger Flüssigkeit abgetragen werden kann als sich angesammelt hat.
Ein Lymphödem ist niemals vollständig heilbar. Daher ist es ist sehr wichtig, dass ein Lymphödem
frühzeitig erkannt wird, damit sich die Schwellungen nicht ausbreiten.
Wie erkenne ich, ob ich ein Lymphödem habe?
In den meisten Fällen tritt das Lymphödem in den Beinen und Armen auf. Im frühen Stadium lässt
es sich nur sehr schwer erkennen. Auftauchende Schwellungen sind nicht direkt spezifisch für ein
Lymphödem. Erst in einem fortgeschrittenen Stadium ist ein Lymphödem klar sichtbar. Ein
typisches Zeichen ist dann die einseitige Schwellung des Beines oder Armes.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Beine dick und aufgequollen aussehen, können Sie einen
Drucktest in diesem Bereich machen. In einem frühen Stadium können Sie mit dem Daumen eine
Delle in den Bereich drücken, die sich kurz darauf wieder zurückbildet. In einem späteren Stadium
kann dieser Bereich sehr hart sein und das Bilden einer Delle durch Druck mit dem Daumen ist
nicht mehr möglich.
Ein weiteres Anzeichen ist ein positiver Test des "Stemmerschen Zeichen".
Wenn Sie glauben, unter einem Lymphödem zu leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt oder
einen Spezialisten aufsuchen. Dazu zählen Lymphologen und Phlebologen. Auf der Website der
Deutschen Gesellschaft für Lymphologie können Sie nach Fachärzten in Ihrer Umgebung suchen.
Die Behandlung des Lymphödem
Ein Lymphödem muss immer professionell behandelt werden. Zur Behandlung gehört vor allem
eine regelmäßige manuelle Lymphdrainage. Sie können aber auch selbst einiges dafür tun, um
Ihre Beschwerden zu lindern.
Ändern Sie Ihre Ernährungsweise
Patienten, die neben dem Lymphödem auch unter Übergewicht leiden, empfiehlt es sich, die
eigene Ernährungsweise umzustellen und so ihr Gewicht zu reduzieren. Aber auch ohne
Übergewicht ist eine gesunde Ernährung von Vorteil! Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte
wirken sich positiv auf Ihr Wohlbefinden aus.
Legen Sie besonderen Wert auf ihre Hautpflege
Ihre Haut neigt im Bereich des Lymphödems zu mehr Austrocknung. Durch die
Kompressionsmaterialen, die der Haut Fett und Feuchtigkeit entziehen, wird dieser Effekt noch
verstärkt.
Cremen Sie Ihre Haut deshalb zwei Mal pro Tag mit einer milden unparfümierten Creme ein.
Besonders bewährt haben sich Cremes, die hautverwandte Fette enthalten. Dazu zählen unter
anderem Karotten und Mandelöl wie auch Aloe Vera Extrakt. Wichtig ist auch, dass die Cremes
Feuchthaltefaktoren (3-10 % Urea) enthalten, da die Haut so geschmeidig bleibt. Auch Bäder mit
rückfettenden Inhaltsstoffen, wie das Badeöl von Balneum (https://www.balneum.de/balneumhermal/),
sind ein wunderbares Mittel gegen trockene Haut.

Sport und Bewegung mit Lymphödem

Bewegung regt den Lymphfluss an. Bei sportlicher Aktivität wird die Muskulatur abwechselnd
angespannt und gelockert. Dieser Prozess sorgt für einen Druck auf Ihre Lymphgefäße und regt
so den Lymphfluss an. Ein weiterer Nebeneffekt von Bewegung ist die Senkung des
Körperfettanteils.
Gelenkschonende Sportarten empfinden viele Patienten mit einem Lymphödem als besonders
angenehm. Dazu gehört das Schwimmen, Yoga, Faszientraining und Walken, aber auch
Radfahren.

Wenn Sie sich sportlich betätigen, wirkt sich das Tragen von Kompressionsstrümpfen zusätzlich
positiv auf den Lymphfluss aus.

Ihr Sport- und Bewegungsprogramm sollte immer mit Ihrem Therapeuten abgesprochen werden,
um mögliche negative Auswirkungen oder Verletzungen zu vermeiden.

Selbstmassage zur Unterstützung des Lymphabflusses

Bei der manuellen Lymphdrainage, auch Entstauungstherapie genannt, werden die Lymphgefäße
durch spezielle Handgriffe und die Massage eines Therapeuten stimuliert. Darüber wird der
Abtransport der Lymphflüssigkeit angeregt.
Zusätzlich zu einer Behandlung durch einen speziell ausgebildeten Physiotherapeuten können Sie
sich mit entsprechenden Handgriffen auch selbst behandeln. Bestimmte Atemübungen und
Gymnastik dienen ebenso der Unterstützung zum Lymphabfluss.

Physiotherapeut Marvin Seidel

Lymphdrainage Gerät für zu Hause

Die Verwendung eines Lymphdrainage-Geräts ergänzt die manuelle Lymphdrainage positiv.
Die Geräte führen keine Lymphdrainage im klassischen Sinne durch, sondern sorgen für eine
intermittierende Kompression.
Hierbei werden spezielle Manschetten um den zu behandelnden Bereich des Körpers gelegt.
Diese werden danach rhythmisch (intermittierend) mit Luft gefüllt und wieder entleert. Durch
diesen Prozess wird der Lymphabfluss angeregt, was für mehr Wohlbefinden sorgt.
Diese Geräte können Sie ganz bequem zu Hause auf dem Bett oder der Couch liegend nutzen.

Was Sie vermeiden sollten

Neben den Dingen, die sich positiv auf Ihr Leben mit einem Lymphödem auswirken, gibt es auch
ein paar Sachen, die sie besser vermeiden sollten:

- Überlastungen: Dazu zählt zu langes Stehen oder Sitzen in einer Position oder auch keine
Pausen während der Arbeit. Hier kann es schon helfen, wenn Sie mal für wenige Minuten die
Beine hochlagern.
- Hitze: Zu viel Wärme regt die Bildung von Lymphflüssigkeit an. Sonnenbrände und zu
warme Bäder sind zu vermeiden. Auch ein Saunagang kann ungünstige Auswirkungen
haben.
- Einengende Kleidung: Kleidung, die zu eng anliegt, engt die Lymphgefäße ein und behindert
den Abfluss der Lymphflüssigkeit. Zu enges Schuhwerk kann leicht zu Druckstellen und
Verletzungen führen.
- Verletzungen: Schon kleinste Verletzungen können zur Zerstörung von Lymphgefäßen oder
Blutergüssen führen und sind ein Nährboden für Bakterien. Sollten Sie sich einmal verletzt
haben, ist es wichtig, dass Sie diese Stelle sofort desinfizieren. Bei einem Lymphödem kann
schon eine kleine Verletzung zu einer Wundrose führen. Es empfiehlt sich, immer ein
hochprozentiges Desinfektionsmittel dabei zu haben.
Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel

Artikel Nr. 2 „Lymphödem Symptome bei Frauen: Worauf muss ich
achten?“

 

Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel

 

 

Die Lymphödem Symptome bei Frauen sind denen von Männern sehr ähnlich beziehungsweise
identisch. Allerdings ist es so, dass Frauen häufiger von einem Lymphödem betroffen sind als
Männer. Die Ursachen können je nach Art des Ödems ganz unterschiedlich sein.

Auch wenn ein Lymphödem nicht heilbar ist, so kann es doch behandelt werden. Je früher es
erkannt und behandelt wird, desto geringer sind die Folgen und die Einschränkungen im Leben.
In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie du die Symptome eines Lymphödems erkennen
kannst. Wichtig ist: Sobald du Symptome bei dir vermutest, solltest du diese mit einem Arzt
abklären.


Lymphödem – Abgrenzung zum Lipödem


Nicht nur wegen dem ähnlich klingenden Namen wird ein Lymphödem gelegentlich mit einem
Lipödem verwechselt, auch in der Erscheinung gibt es Ähnlichkeiten.

 

Ein Lipödem ist eine angeborene Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt.
Diese Störung äußert sich in geschwollenen Armen und Beinen, genauer gesagt schwillt dabei
das Unterhautfettgewebe an. Ein Lipödem taucht immer an beiden Armen oder Beinen auf.

Dagegen schwillt bei einem Lymphödem meist nur ein Arm oder ein Bein an. Die Ursache ist nicht
eine Störung der Fettverteilung, sondern dass sich Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe bilden.


Die Ursachen für ein Lymphödem bei Frauen


Für das Auftreten eines Lymphödems bei Frauen gibt es verschiedene Ursachen, die zunächst
einmal in zwei Kategorien aufgeteilt werden.

 

Unterschieden wird zwischen dem primären (angeboren) Lymphödem und dem sekundären
Lymphödem. In den Industrieländern liegt in der überwiegenden Zahl der Fälle das sekundäre
Lymphödem vor.

 

Das primäre Lymphödem


Das primäre Lymphödem taucht bei etwa einem Drittel der Patienten auf und betrifft
hauptsächlich Mädchen und junge Frauen. So kann es bereits angeboren sein oder während der
Pubertät auftreten. Auch während einer Schwangerschaft kann es zu einem Lymphödem
kommen.

 

Diese Form des Lymphödems tritt bei der überwiegenden Zahl der Patientinnen an den Beinen
auf. Hier kommt es in 60% der Fälle auch zu Schwellungen auf beiden Seiten, was jedoch nicht
zeitgleich passieren muss. Zu erkennen ist es hier als erstes an den Zehen und Vorderfüßen und
erst mit einem Fortschreiten der Krankheit entstehen Schwellungen an den Unterschenkeln und
Oberschenkeln. An den Armen tritt das primäre Lymphödem, ebenso wie das sekundäre, nur
einseitig auf.

Die Ursachen für ein primäres Lymphödem ist eine Fehlanlage der Lymphgefäße oder ein
angeborenes Fehlen der Lymphbahnen. Außerdem können zu wenige oder zu enge Lymphgefäße
Teil der Ursache sein.


Lymphödem nach Krebstherapie


Die häufigste Ursache beziehungsweise der Auslöser für ein sekundäres Lymphödem ist ein
Tumor oder eine Krebstherapie. Die Bestrahlung oder die Operation schädigt das Lymphsystem.
So sind größtenteils Frauen betroffen, die eine Brustkrebsoperation hinter sich haben. In einem
solchen Fall tritt das Lymphödem meist an den Armen auf.

 

Ein Lymphödem, dass als Folge einer Krebstherapie entsteht, tritt zwar in der überwiegenden Zahl
der Fälle direkt nach einer Krebstherapie auf, kann jedoch auch erst einige Monate oder sogar
Jahre danach entstehen. Bei einem späteren Auftreten sind meist Narbenschrumpfungen oder
Strahlenschäden verantwortlich.

Durch die Weiterentwicklung der Operations- und Bestrahlungstechniken wurde das Auftreten
eines Lymphödems nach einer solchen Behandlung in den letzten Jahren jedoch stark reduziert.

Weitere Ursachen für ein sekundäres Lymphödem können unterschiedlichste Verletzungen sein.
Dazu gehören Verbrennungen, Insektenstiche, Entzündungen oder auch Sonnenbrände.
Außerdem kann durch bösartige Tumore in den Lymphknoten ein Lymphödem entstehen.


Wie erkenne ich als Frau ein Lymphödem?


Je früher ein Lymphödem erkannt wird, umso erfolgreicher sind die Behandlungsmöglichkeiten.

 

Die Schwere eines Lymphödems lässt sich in vier verschiedene Phasen aufteilen, die alle mehr
oder weniger unterschiedliche Symptome zeigen.

Die einseitige Schwellung, die bereits erwähnt wurde, ist ein starkes optisches Merkmal für ein
Lymphödem. Diese wird allerdings meist erst sichtbar, wenn die Erkrankung weiter fortgeschritten
ist. Wenn ein Lymphödem plötzlich und ohne andere Ursache oder äußerliche Einwirkung auftritt,
kann ein bisher unerkannter Tumor die Ursache sein.

 

 

Symptome eines Lymphödems in der Anfangsphase

 

Zu Beginn entstehen Schwellungen, die die Betroffenen meist dadurch wahrnehmen, dass die
Kleidung zu eng am Körper sitzt. Diese Art der Schwellungen fühlen sich in den meisten Fällen
noch sehr weich an. Typischerweise bilden sich die Schwellungen am Anfang noch leicht durch
das Hochlegen der Beine oder Arme zurück. Erkennbar ist es außerdem daran, dass nach
längerem Eindrücken der Haut eine Delle zurückbleibt.

Weitere Anzeichen zu Beginn eines Lymphödems ist das Gefühl von Schwere in den betroffenen
Körperregionen. Beine und Arme werden schnell müde und und ein Druck- oder auch
Spannungsgefühl entsteht.

Diese Ermüdung wird besonders deutlich nach körperlicher
Betätigung, die früher noch ohne größere Probleme ausgeübt werden konnte. Ein Gefühl, dass die
eigene Kraft langsam schwindet, entsteht.

Durch die Schwellung kann außerdem die Beweglichkeit eingeschränkt sein, wodurch auch
Schmerzen entstehen können.

Diese Symptome sind typisch für die erste und zweite Phase eines Lymphödems.

Ein Mittel zur Diagnose ist auch das Stemmersche Zeichen.

 

Symptome eines Lymphödems im späteren Stadium

 

Im weiteren Verlauf der Erkrankung führt das Hochlagern der Arme und Beine nicht mehr zum
Rückgang der Schwellung.

Die Haut lässt sich nicht mehr anheben und das Bindegewebe ist verhärtet. Bei einigen
Betroffenen werden die Adern ganz deutlich sichtbar, da die Haut stärker als normal durchblutet
wird. Ein weiteres Zeichen kann ein Taubheitsgefühl in den betroffenen Körperregionen sein.

Im späten Stadium sind die Schwellungen extrem stark ausgeprägt und lassen sich nur noch
schwierig bis gar nicht behandeln.

Wenn du vermutest, ein Lymphödem zu haben, solltest du nicht lange warten und einen Arzt
konsultieren. Es ist wichtig, dieses so früh wie möglich zu erkennen, um Schäden wie verhärtetes
Gewebe oder Veränderungen der Haut zu vermeiden.

Wird ein Lymphödem diagnostiziert, kannst du auch proaktiv viel dagegen tun, wie beispielsweise
eine physiotherapeutische Lymphdrainage. Wichtig ist aber, dass es erkannt wird, um schnell
handeln zu können.

 

Artikel Nr 3. „Lymphknotenentzündung: Wie erkenne ich sie und was sind die Ursachen?“

Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel

 

Eine Lymphknotenentzündung ist in den meisten Fällen absolut harmlos. Hält diese
jedoch länger an, können auch andere Symptome vorliegen. Diese sollten dann mit einem
Arzt abgeklärt werden. Wir erklären, wie eine Entzündung der Lymphknoten entsteht, was
die verschiedenen Ursachen sind und wie diese behandelt werden kann.

Was ist eine Lymphknotenentzündung?

Der medizinische Ausdruck für eine Lymphknotenentzündung ist Lymphadenitis. Sie
äußert sich in einer Schwellung der Lymphknoten.

Das Lymphsystem durchzieht unseren ganzen Körper. Du kannst es dir in seinem
Aussehen ähnlich wie einen Baum vorstellen, der aus vielen Ästen, den Lymphgefäßen,
besteht. Neben dem Blutkreislauf ist das Lymphsystem das zweitwichtigste
Zirkulationsorgan unseres Körpers. In unserem Körper fließt tatsächlich ungefähr doppelt
so viel Lymphflüssigkeit wie Blut. Das Lymphsystem ist dafür verantwortlich, dass
Abfallstoffe aus unserem Körper abtransportiert und unser Gewebe entwässert wird.
Ohne dieses System könnten wir nicht leben.

Die Lymphknoten gehören zu unserem Lymphsystem und übernehmen bei den
genannten Prozessen eine wichtige Rolle. Die Lymphe fließt nur sehr langsam durch die
Lymphknoten und das ist auch gut so. Auf diese Art wird die Lymphflüssigkeit gefiltert
und gereinigt. Dafür haben wir eine Vielzahl Lymphknoten in unserem Körper. Wenn du
einmal selbst Lymphknoten ertasten möchtest, kannst du dies am einfachsten am Hals
oder in der Leistengegend tun. Viele weitere können nicht ertastet werden. Sie haben die
Form einer Kidneybohnen und sind circa 5 bis 20 Millimeter groß. Sie sind ein wichtiger
Bestandteil unseres Immunsystems.
Schwellen dies Lymphknoten nun an, läuft etwas in unserem Lymphsystem nicht mehr
ganz rund.

Was sind die Ursachen einer Lymphadenitis?

Bestimmt hast du während einer Erkältung schon einmal die Erfahrung gemacht, dass die
Lymphknoten an deinem Hals anschwellen. Durch Viren oder Bakterien entzünden sich
die Lymphknoten. Sie schwellen an und verursachen dann auch häufig Schmerzen.
Die Lymphknoten sind quasi auf der Suche nach körperfremden Material, also in dem Fall
Viren oder Bakterien, und haben die Aufgabe, diese zu bekämpfen. Das tun sie, indem sie
weitere Abwehrzellen produzieren. Die Folge davon sind angeschwollene Lymphknoten.
Ist die Erkältung vorbei und die Viren und Bakterien verschwunden, bilden sich auch die
Lymphknoten wieder auf ihre Normalgröße zurück. In diesem Fall wird von einer reaktiven
Lymphadenitis gesprochen.

Auch wenn das die häufigste Ursache für eine Entzündung der Lymphknoten ist, gibt es
noch weitere Ursachen, die zu einer Lymphadenitis führen können. Rheumatische
Erkrankungen oder eine Krebserkrankung können weitere Ursachen sein. Bei einer
Krebserkrankung wird von einem Lymphom gesprochen.
Außerdem gibt es noch die chronische Lymphadenitis, die bei einer chronischen Infektion,
beispielsweise der Lymphknotentuberkulose, auftaucht.
Bei Menschen unter 40 Jahren ist jedoch die häufigste Ursache ein bakterieller oder
viraler Infekt.

Diagnose: Wie erkenne ich eine Lymphknotenentzündung?

Eine Lymphadenitis erkennst du vor allem an den geschwollenen Lymphknoten. Gerade
am Hals sind diese dann sehr deutlich zu sehen. Sie können schmerzhaft sein, müssen es
aber nicht. Als weitere Symptome kommen Abgeschlagenheit oder Fieber hinzu.
Beim Arztbesuch wird eine so genannte Palpation durchgeführt, um die
Lymphknotenentzündung zu diagnostizieren. Dafür tastet der Arzt die wichtigsten
Lymphknotenstationen ab. Diese befinden sich am Hals, im Achselbereich und in der
Leistengegend.

Zusätzlich dazu kann eine Laboruntersuchung, in der ein Blutbild erstellt wird, weitere
Aufschlüsse geben. Eine Ultraschalluntersuchung ist ebenso möglich und zur
Überprüfung, ob Tumorzellen vorhanden sind, wird eine Lymphknotenpunktion
durchgeführt. Bei dieser wird das Gewebe auf Krebszellen untersucht.

Wie wird eine Lymphknotenentzündung behandelt?

Sollte deine Lymphknotenentzündung durch einen viralen Infekt entstanden sein, ist eine
Behandlung meist gar nicht nötig oder auch nicht sinnvoll. Durch eine Erkältung muss
man einfach durch und damit ist dann auch schnell die Lymphknotenentzündung vorbei.
Liegt wiederum ein bakterieller Infekt vor, wird gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt.
Aber auch das ist in vielen Fällen gar nicht notwendig und wird individuell mit dem Arzt
abgeklärt.
Ganz anders sieht es aus, wenn die Lymphknotenentzündung durch einen Tumor oder
eine andere Erkrankung entstanden ist. Hier kommen verschiedene
Behandlungsmöglichkeiten in Frage, die natürlich unterschiedlich mit dem Arzt abgeklärt
werden. Dazu gehört die Drainage, also die Ableitung von Körperflüssigkeiten, oder auch
die Entnahme von Lymphknoten. Das ist die so gennante Lymphadenektomie.

Was kann ich bei einer Lymphknotenentzündung selbst tun?

Rühren die Schwellungen durch eine Erkältung her, können Schmerzen durch warme und
kalte Kompressen gelindert werden. Die kalten Kompressen lindern den Schmerz und
warme Kompressen regen die Durchblutung an. Ansonsten gilt hier wie schon erwähnt,
einfach abzuwarten.
Bei einer Entzündung der Lymphknoten, die beispielsweise durch Krebs verursacht
worden sind, wo also ein Lymphom entstanden ist, wird dieses in erster Linie durch eine
entsprechende Therapie behandelt. Hier kommt zum Beispiel eine Immuntherapie,
Chemotheraphie oder Strahlentherapie in Frage.

Wenn Patienten unter einem Lymphom leiden, haben diese oft den Wunsch, selbst etwas
zu tun, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. Die Umstellung der Ernährung oder mehr
Bewegung und Sport können dazu beitragen.
Auch kann eine physiotheraupeutische Behandlung, Massagen oder Krankengymnastik
die Behandlung positiv unterstützen und Schmerzen lindern. Natürlich sollten all diese
Dinge mit dem behandelnden Arzt vorab geklärt werden.
Fazit: Eine Lymphknotenentzündung (Lymphadenitis) wird in den meisten Fällen durch
einen viralen oder bakteriellen Infekt hervorgerufen. Sollten die Schwellungen der
Lymphknoten nach spätestens drei Wochen nicht von alleine zurückgegangen sein, ist es
wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um so andere Ursachen auszuschließen.

 

Artikel Nr 4 „Was sind die Vorteile einer Kompressionstherapie?“

Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel

 

Die Kompressionstherapie ist die häufigste Behandlungsmethode, die von Venenärzten angewendet wird. Sie kann bei verschiedenen Krankheiten wie Krampfadern oder dem Lipödem helfen. Aber auch in anderen Bereichen wird sie immer öfter eingesetzt. Doch welche Vorteile bietet eine Kompressionstherapie? 

Die Funktion des menschlichen Blutkreislaufs

Unser Blutkreislauf hat die Aufgabe, alle Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Den zentralen Punkt bildet dabei unser Herz. Von ihm fließt das Blut durch die Arterien weg und die Venen leiten es wieder zum Herzen zurück. 

Durch unterschiedliche Krankheiten oder lange Arbeitszeiten im Stehen, sackt das Blut in die Beine. Die Geschwindigkeit der Blutzirkulation wird so verringert. 

Vielleicht hast du nach einem langen und anstrengenden Tag selbst schon einmal bemerkt, wie das Blut gefühlt stärker fließt, sobald du deine Beine hochlegst. Das ist nicht nur ein Gefühl. Das Blut kann so tatsächlich besser fließen. Nicht umsonst wird oft empfohlen, die Beine in einer liegenden Position hoch zu lagern. Das erleichtert die Arbeit des Blutkreislaufs und erhöht dessen Geschwindigkeit. 

Obwohl gleiches für die Arme gilt, sind die Beine stärker davon betroffen. Das liegt ganz einfach daran, dass diese weiter vom Herzen entfernt sind. Der Weg von den Füßen bis zum Herz dauert länger als der von den Fingerspitzen zum Herz. Die Venen in den Beinen haben also einen viel härteren Job. 

So wie das Beine hochlegen hat auch die Kompressionstherapie einen positiven, jedoch noch stärkeren Effekt auf die Transportation des Blutes.

Das Lymphsystem 

Neben dem Blutkreislauf ist unser Lymphsystem das zweite große Zirkulationssystem in unserem Körper.  Es arbeitet in verschiedenen Bereichen mit unserem Blutkreislauf zusammen und gilt als unser körpereigenes Filtersystem von Giftstoffen. 

Ist dieses System gestört, können sich unterschiedliche Krankheitsbilder entwickeln. Wie auch beim Blutkreislauf kann die Transportfähigkeit eingeschränkt sein. Die Lymphe wird dann schlechter befördert. Auch Störungen des Lymphsystems können mit einer Kompressionstherapie behandelt werden. 

Was ist eine Kompressionstherapie?

Durch äußerlichen Druck auf das Venensystem wird bei der Kompressionstherapie der Abfluss des Blutes in Richtung Herz gefördert. Anders gesagt wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht. Außerdem wird die Lymphflüssigkeit schneller abtransportiert, da auch Druck auf das Gewebe ausgeübt wird. 

Für diese Therapieform gibt es spezielle Bekleidung. Der Klassiker sind Strümpfe, die umgangssprachlich häufig OP-Strümpfe genannt werden. Nach einer Operation müssen Patienten diese tragen, damit keine Thrombose entsteht. Die Ursache für eine Thrombose ist letztendlich die Störung des Blutflusses.  

Wie funktioniert eine Kompressionstherapie? 

Durch den Druck, der von außen auf das Gewebe erzeugt wird, verringert sich der Durchmesser der Venen. Durch diese Verengung erhöht sich die Geschwindigkeit, in der das Blut durch die Venen fließt. Die gleiche Menge Blut muss durch die Vene fließen und das sorgt dafür, dass sich dieser Prozess schneller vollzieht. Im gleichen Moment wird der Blutdruck gesenkt. So kann das Blut in den Venen nicht so leicht gerinnen und eine Einlagerung wird vermieden. 

Wann wird eine Kompressionstherapie angewendet? 

Die Kompressionstherapie wird von Ärzten bei den unterschiedlichsten Krankheiten angewendet. Dazu zählen beispielsweise Krampfadern, Lipödeme oder Lymphödeme. Bei Lymphödemen und Lipödem ist häufig eine lebenslange Kompressionstherapie notwendig. 

Eine Kompressionstherapie kommt jedoch nicht nur als Behandlungsmethode einer akuten Krankheit in Frage. Sie wird auch präventiv genutzt und von Ärzten verschrieben. Auch Personen in der Gastronomie wird empfohlen, während der Arbeit entsprechende Strümpfe zu tragen. Sportler und insbesondere Läufer haben sie in den letzten Jahren ebenso für sich entdeckt. Sie stabilisieren die Waden während des Trainings und fördern die Regeneration. 

Früher wurden zur Behandlung auch elastische Binden eingesetzt. Diese kommen heute allerdings nur noch selten zum Einsatz. Eigentlich nur noch, um Flüssigkeitsansammlungen zu beseitigen. Hierfür bietet sich auch die apparative Kompression an. Eine Kompression wird hierbei über Luftkammern erzeugt, die maschinell auf- und abgepumpt werden und somit Druck erzeugen. 

Die Vorteile einer Kompressionstherapie im Überblick

#1 Minimale Beeinträchtigung 

Das Tragen von Kompressionskleidung und die Anwendung eines Gerätes für die Lymphdrainage schränken dich nicht oder nur sehr minimal ein. Außerdem können Sie eine gute Unterstützung nach operativen Eingriffen wie dem Ziehen von Krampfadern oder einer Liposuktion bei Lipödemen sein. Natürlich sollte die Verwendung nach einer Operation immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

 

#2 Vorsorge 

Du hast einen Job, der von dir verlangt, den Großteil der Zeit zu stehen oder an einem Schreibtisch zu sitzen? Hierbei kann die Zirkulation deines Blutes verlangsamt werden. Wenn du bei deiner Arbeit Kompressionsstrümpfe trägst oder zu Hause als Entlastung ein Beinmassagegerät verwendest, kannst du die negativen Auswirkungen verringern oder sogar ganz eliminieren. 

Gleiches gilt für eine Veranlagung von Krankheiten wie dem Lipödem. Wenn dieses schon häufiger in deiner Familie aufgetreten ist, kannst du mit einer Kompressionstherapie den Ausbruch der Krankheit vermeiden oder verlangsamen. 

#3 Verbesserung von Beschwerden 

Du leidest bereits unter einer bestimmten Krankheit, die die Zirkulation deines Blutkreislaufs beeinträchtigt? Dann kann eine Kompressionstherapie deine Beschwerden langfristig verringern. 

Durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsärmeln wird dein Blutkreislauf den gesamten Tag angeregt. 

Vor allem bei einem Lipödem wird den betroffenen Frauen empfohlen, dauerhaft Kompressionskleidung zu tragen. Das verringert die Schmerzen und schont die Gelenke. 

#4 Erhöhte Mobilität

Bei bestimmten Krankheiten, wie dem Lipödem, kann die Beweglichkeit je nach Stadium  eingeschränkt sein. Damit Betroffene ihr Leben so gut es geht normal weiterleben können, ist die Kompressionstherapie eine gute Hilfe. Durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen und anderer Kompressionskleidung, verringert sich die Belastung und die Beweglichkeit wird erhöht. 

#5 Niedrige Kosten 

Die Kompressionstherapie ist im allgemeinen sehr günstig und risikofrei zu nutzen. Natürlich kann sie keine Operation ersetzen, wenn diese benötigt wird. Allerdings kann Sie die Behandlung nach einer Operation unterstützen.

Artikel Nr. 5 „Was bringt eine Massagematte und welche sollte ich kaufen?“

 

Verfasst von Physiotherapeut Marvin Seidel

 

Was ist eine Massagematte?

Eine Massagematte ist eine Matte, auf die du dich legen kannst und über die dann
hauptsächlich dein Rücken und dein Nacken massiert wird. Die Matte kann entweder
elektronisch betrieben werden und so eine Massage erzeugen oder sie ist eine
Akkupressurmatte, die durch ihre Kunststoffspitzen Druck auf deinen Rücken ausübt.
Massagematten können zur Entspannung oder Behebung verschiedener Schmerzen
eingesetzt werden.

Kann eine Massagematte den Masseur ersetzen?

Ob eine Massagematte einen Masseur ersetzen kann, ist eine schwierige Frage. Wenn du lediglich
nach etwas Entspannung suchst und keine Lust hast, kilometerweit zum nächsten
Physiotherapeuten zu fahren, ist der ausschließliche Einsatz einer Massagematte völlig
ausreichend. Natürlich ersetzen sie niemals das Gefühl und das Ergebnis einer echten Massage
durch geübte Handgriffe.

Wer unter starken oder chronischen Rückenschmerzen, anhaltenden Verspannungen oder
sonstigen Beschwerden leidet, wird wahrscheinlich nicht ausschließlich mit einer Massagematte
zurecht kommen. In diesem Fall sollte die Behandlung mit einer solchen Matte zuvor auch mit
einem Physiotherapeuten oder dem Arzt abgesprochen werden.
Allerdings kann eine Massagematte hier ergänzend zur professionellen Massage verwendet
werden. Da Termine bei einem Spezialisten in den meisten Fällen nur einmal pro Woche
stattfinden, kann eine zusätzliche Matte zu Hause eine tolle Möglichkeit sein, um für Linderung
der Schmerzen zu sorgen.

Wie oft kann ich eine Massagematte benutzen?

Theoretisch kannst du deine Massagematte täglich benutzen. Wenn du in einer
physiotherapeutischen oder ärztlichen Behandlung bist, solltest du die Häufigkeit und
Dauer mit dem Therapeuten oder Arzt absprechen.

Aber auch wenn du die Matte zur Entspannung und gegen leichte Rückenschmerzen
verwendest, ist es besser, sich erst einmal langsam heranzutasten. Nimm dir
beispielsweise vor, die Matte drei Mal die Woche für ungefähr 30 Minuten zu benutzen. So
findest du heraus, ob sie dir hilft und gewöhnst dich daran. Das gilt vor allem für eine
Akkupressurmatte, die viele Anwender anfangs als schmerzhaft wahrnehmen.

Bei elektrischen Massagematten kannst du die Intensität selber regeln und sie so auch
von Beginn an jeden Tag anwenden. Je nach Belieben kannst du den Druck der Massage
dann mit der Zeit erhöhen.

Bei welchen Problemen kann ich sie einsetzen?

Massagematten lassen sich für verschiedene Probleme und Beschwerden einsetzen:

Massagematte gegen Verspannungen

Wenn du Sport treibst oder viel am Rechner sitzt, kommt es oft zu Verspannungen in der
Nacken- und Rückenmuskulatur. Neben aktiven „Problemlösern“ wie Dehnübungen oder
Yoga, sind auch passive „Problemlöser“ wie eine Massagematte eine erste Hilfe, um
diese Verspannungen wieder loszuwerden.

Massagematte gegen Rückenschmerzen

Eine Massagematte für Rücken und Nacken ist ideal bei Schmerzen in diesem Bereich.
Auch chronische Schmerzen können so gelindert werden, und die Matte ist eine ideale
Ergänzung zu einer therapeutischen Behandlung. Wenn du bereits in Behandlung bist
oder unter starken Schmerzen leidest, ist es sinnvoll, die Verwendung einer
Massagematte vorab mit deinem Arzt oder Therapeuten zu besprechen.

Massagematte gegen Cellulite

Wissenschaftlich bewiesen konnte die Wirkung von Massagematten gegen Cellulite
bisher noch nicht. Einige Frauen schwören darauf und bei anderen bringen sie gar nichts.
Grundsätzlich fördern Massagen, ganz egal, ob durch einen Masseur oder bei
Verwendung der Massagematte, die Durchblutung und stimulieren den Lymphkreislauf.
Sie können die Cellulite bestimmt nicht wegzaubern, aber gegebenenfalls optisch besser
erscheinen lassen.

Massagematte zur Entspannung

Nach einem langen anstrengenden Tag würde sich wohl jeder von uns freuen, wenn er zu
Hause einen Privatmasseur hätte. Auch wenn eine Massagematte nicht das gleiche ist,
kommt sie einem Privatmasseur doch sehr nah. Sich jeden Abend für 30 Minuten auf eine
Matte zu legen und sich von ihr massieren zu lassen, ist wunderbar entspannend.

Was ist der Unterschied zwischen einer Massageauflage und
einer Massagematte?

Im Gegensatz zu einer Massagematte kann eine Massageauflage auf das Bett, die Couch oder
einen Stuhl gelegt werden und dort zum Einsatz kommen. Vielleicht kennst du diese typischen
Holzkugel-Matten fürs Auto? Das ist eine Variante der Massageauflagen. Natürlich gibt es diese
heute auch elektronisch. Der Vorteil einer Massageauflage ist, dass diese quasi überall hin mitgenommen und angewendet
werden kann. Das heißt, im Büro, im Auto oder zu Hause am Schreibtisch. Im Gegensatz zur
Massagematte kann sie zeitgleich mit anderen Aktivitäten genutzt werden.

In dieser Flexibilität liegt aber auch ihr Nachteil: Denn bei einer klassischen Massage lässt man
sich auch nicht ablenken und beantwortet nebenbei noch E-Mails. Im Liegen kannst du dich
besser auf die richtige Position und deine Muskulatur konzentrieren. Außerdem bist du so viel
entspannter, was sich zusätzlich positiv auf die Muskulatur und die Verringerung der Schmerzen
auswirkt.

Massagematten Vergleich: Welche Varianten gibt es?

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Massagematten. Die geläufigsten will ich an
dieser Stelle kurz beschreiben:

Akkupressur-Matte

In den letzten Jahren sind Akkupressur-Matten zu einem großen Trend geworden. In den
Matten sind kleine Kunststoffspitzen eingearbeitet. Wer sich auf die Matte legt, drückt
sein Körpergewicht gegen diese Kunststoffspitzen, was letztendlich für das Lösen von
Verspannungen sorgen und Entspannung bringen soll. Am Anfang sind diese Matten
gewöhnungsbedürftig, da sie auch schmerzen können. Die Matten sind schon für relativ
kleines Geld zu haben.

Shiatsu-Matte

In einer Shiatsu-Massagematte sind kleine Massageköpfe vertikal entlang der Wirbelsäule
eingearbeitet. Diese führen kreisende Bewegungen aus und stimulieren so die
Rückenmuskulatur. Shiatsu bedeutet übrigens Finger und Druck. Diese Art der Massage,
die eigentlich mit den Händen ausgeführt wird, kommt ursprünglich aus Japan.

Luftkissen-Massagematten

In einer Luftkissen-Massagematte befinden sich mehrere Luftkammern, deren Anzahl je
nach Produkt unterschiedlich ist. Diese Matten werden einfach auf den Boden gelegt und
an das Stromnetz angeschlossen.
Die Matten sind meist so lang, dass sie vom Nacken bis zum unteren Rücken eine
Massage ausführen können. Das ist auch bei unserer 5-Kammer-Luftkissenmassagematte
der Fall.
Die Luftkissen werden hier nach und nach mit Luft befüllt und üben so Druck auf den
entsprechenden Bereich aus. Bei unserer Matte beginnt die Massagebewegung im
Beckenbereich und arbeitet sich dann langsam bis zum Nacken vor. So soll eine
möglichst natürliche Massagewirkung erzeugt werden.
Verspannungen und Schmerzen können so gelöst und verringert werden und natürlich
kann die Matte auch vorbeugend eingesetzt werden.