Heute widmet sich unser Physiotherapeut Marvin Seidel in Kooperation mit Clubsante dem Thema Massagematten. Dabei geht er ein auf:

  • Was ist eine Massagematte?
  • Kann eine Massagematte den Masseur ersetzen?
  • Wie oft kann ich eine Massagematte benutzen?
  • Bei welchen Problemen kann ich sie einsetzen?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Massageauflage und
    einer Massagematte?
  • Massagematten Vergleich: Welche Varianten gibt es?

Mehr professionelle Beiträge rund um das Thema Massage, Lymphödeme und Kompressionstherapie finden Sie dort in unserer Rubrik „Ratschläge vom Physiotherapeuten“

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Was bringt eine Massagematte und welche sollte ich kaufen?

Was ist eine Massagematte?

Eine Massagematte ist eine Matte, auf die du dich legen kannst und über die dann
hauptsächlich dein Rücken und dein Nacken massiert wird. Die Matte kann entweder
elektronisch betrieben werden und so eine Massage erzeugen oder sie ist eine
Akkupressurmatte, die durch ihre Kunststoffspitzen Druck auf deinen Rücken ausübt.
Massagematten können zur Entspannung oder Behebung verschiedener Schmerzen
eingesetzt werden.

Kann eine Massagematte den Masseur ersetzen?

Ob eine Massagematte einen Masseur ersetzen kann, ist eine schwierige Frage. Wenn du lediglich
nach etwas Entspannung suchst und keine Lust hast, kilometerweit zum nächsten
Physiotherapeuten zu fahren, ist der ausschließliche Einsatz einer Massagematte völlig
ausreichend. Natürlich ersetzen sie niemals das Gefühl und das Ergebnis einer echten Massage
durch geübte Handgriffe.

Wer unter starken oder chronischen Rückenschmerzen, anhaltenden Verspannungen oder
sonstigen Beschwerden leidet, wird wahrscheinlich nicht ausschließlich mit einer Massagematte
zurecht kommen. In diesem Fall sollte die Behandlung mit einer solchen Matte zuvor auch mit
einem Physiotherapeuten oder dem Arzt abgesprochen werden.
Allerdings kann eine Massagematte hier ergänzend zur professionellen Massage verwendet
werden. Da Termine bei einem Spezialisten in den meisten Fällen nur einmal pro Woche
stattfinden, kann eine zusätzliche Matte zu Hause eine tolle Möglichkeit sein, um für Linderung
der Schmerzen zu sorgen.

Wie oft kann ich eine Massagematte benutzen?

Theoretisch kannst du deine Massagematte täglich benutzen. Wenn du in einer
physiotherapeutischen oder ärztlichen Behandlung bist, solltest du die Häufigkeit und
Dauer mit dem Therapeuten oder Arzt absprechen.

Aber auch wenn du die Matte zur Entspannung und gegen leichte Rückenschmerzen
verwendest, ist es besser, sich erst einmal langsam heranzutasten. Nimm dir
beispielsweise vor, die Matte drei Mal die Woche für ungefähr 30 Minuten zu benutzen. So
findest du heraus, ob sie dir hilft und gewöhnst dich daran. Das gilt vor allem für eine
Akkupressurmatte, die viele Anwender anfangs als schmerzhaft wahrnehmen.

Bei elektrischen Massagematten kannst du die Intensität selber regeln und sie so auch
von Beginn an jeden Tag anwenden. Je nach Belieben kannst du den Druck der Massage
dann mit der Zeit erhöhen.

Bei welchen Problemen kann ich sie einsetzen?

Massagematten lassen sich für verschiedene Probleme und Beschwerden einsetzen:

Massagematte gegen Verspannungen

Wenn du Sport treibst oder viel am Rechner sitzt, kommt es oft zu Verspannungen in der
Nacken- und Rückenmuskulatur. Neben aktiven „Problemlösern“ wie Dehnübungen oder
Yoga, sind auch passive „Problemlöser“ wie eine Massagematte eine erste Hilfe, um
diese Verspannungen wieder loszuwerden.

Massagematte gegen Rückenschmerzen

Eine Massagematte für Rücken und Nacken ist ideal bei Schmerzen in diesem Bereich.
Auch chronische Schmerzen können so gelindert werden, und die Matte ist eine ideale
Ergänzung zu einer therapeutischen Behandlung. Wenn du bereits in Behandlung bist
oder unter starken Schmerzen leidest, ist es sinnvoll, die Verwendung einer
Massagematte vorab mit deinem Arzt oder Therapeuten zu besprechen.

Massagematte gegen Cellulite

Wissenschaftlich bewiesen konnte die Wirkung von Massagematten gegen Cellulite
bisher noch nicht. Einige Frauen schwören darauf und bei anderen bringen sie gar nichts.
Grundsätzlich fördern Massagen, ganz egal, ob durch einen Masseur oder bei
Verwendung der Massagematte, die Durchblutung und stimulieren den Lymphkreislauf.
Sie können die Cellulite bestimmt nicht wegzaubern, aber gegebenenfalls optisch besser
erscheinen lassen.

Massagematte zur Entspannung

Nach einem langen anstrengenden Tag würde sich wohl jeder von uns freuen, wenn er zu
Hause einen Privatmasseur hätte. Auch wenn eine Massagematte nicht das gleiche ist,
kommt sie einem Privatmasseur doch sehr nah. Sich jeden Abend für 30 Minuten auf eine
Matte zu legen und sich von ihr massieren zu lassen, ist wunderbar entspannend.

Was ist der Unterschied zwischen einer Massageauflage und
einer Massagematte?

Im Gegensatz zu einer Massagematte kann eine Massageauflage auf das Bett, die Couch oder
einen Stuhl gelegt werden und dort zum Einsatz kommen. Vielleicht kennst du diese typischen
Holzkugel-Matten fürs Auto? Das ist eine Variante der Massageauflagen. Natürlich gibt es diese
heute auch elektronisch.Der Vorteil einer Massageauflage ist, dass diese quasi überall hin mitgenommen und angewendet
werden kann. Das heißt, im Büro, im Auto oder zu Hause am Schreibtisch. Im Gegensatz zur
Massagematte kann sie zeitgleich mit anderen Aktivitäten genutzt werden.

In dieser Flexibilität liegt aber auch ihr Nachteil: Denn bei einer klassischen Massage lässt man
sich auch nicht ablenken und beantwortet nebenbei noch E-Mails. Im Liegen kannst du dich
besser auf die richtige Position und deine Muskulatur konzentrieren. Außerdem bist du so viel
entspannter, was sich zusätzlich positiv auf die Muskulatur und die Verringerung der Schmerzen
auswirkt.

Massagematten Vergleich: Welche Varianten gibt es?

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Massagematten. Die geläufigsten will ich an
dieser Stelle kurz beschreiben:

Akkupressur-Matte

In den letzten Jahren sind Akkupressur-Matten zu einem großen Trend geworden. In den
Matten sind kleine Kunststoffspitzen eingearbeitet. Wer sich auf die Matte legt, drückt
sein Körpergewicht gegen diese Kunststoffspitzen, was letztendlich für das Lösen von
Verspannungen sorgen und Entspannung bringen soll. Am Anfang sind diese Matten
gewöhnungsbedürftig, da sie auch schmerzen können. Die Matten sind schon für relativ
kleines Geld zu haben.

Shiatsu-Matte

In einer Shiatsu-Massagematte sind kleine Massageköpfe vertikal entlang der Wirbelsäule
eingearbeitet. Diese führen kreisende Bewegungen aus und stimulieren so die
Rückenmuskulatur. Shiatsu bedeutet übrigens Finger und Druck. Diese Art der Massage,
die eigentlich mit den Händen ausgeführt wird, kommt ursprünglich aus Japan.

Luftkissen-Massagematten

In einer Luftkissen-Massagematte befinden sich mehrere Luftkammern, deren Anzahl je
nach Produkt unterschiedlich ist. Diese Matten werden einfach auf den Boden gelegt und
an das Stromnetz angeschlossen.
Die Matten sind meist so lang, dass sie vom Nacken bis zum unteren Rücken eine
Massage ausführen können. Das ist auch bei unserer 5-Kammer-Luftkissenmassagematte
der Fall.
Die Luftkissen werden hier nach und nach mit Luft befüllt und üben so Druck auf den
entsprechenden Bereich aus. Bei unserer Matte beginnt die Massagebewegung im
Beckenbereich und arbeitet sich dann langsam bis zum Nacken vor. So soll eine
möglichst natürliche Massagewirkung erzeugt werden.
Verspannungen und Schmerzen können so gelöst und verringert werden und natürlich
kann die Matte auch vorbeugend eingesetzt werden.